Die Internationale Klimaschutzinitiative – eine Bilanz
(Stand: Februar 2012)
Seit dem Start der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) im Jahr 2008 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) bis heute insgesamt 277 Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 634 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Die Projekte haben in der Regel eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Durch zusätzliche Eigenmittel der Projektdurchführer sowie weitere öffentliche und private Finanzierungsquellen steigt das Gesamtvolumen der IKI-Projekte auf über 2,19 Milliarden Euro.
Die Projekte werden durch unterschiedlichste Projektnehmer durchgeführt. Die Mehrzahl der Projekte realisieren die beiden großen Durchführungsorganisationen des Bundes, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und die KfW Entwicklungsbank. Daneben beauftragt das BMU multilaterale Organisationen, vor allem Organisationen der Vereinten Nationen oder auch multilaterale Entwicklungsbanken. Etwa ein Viertel der Projekte setzen Nichtregierungsorganisationen, Forschungsinstitute, Stiftungen und private Unternehmen um.
Inhaltliche Schwerpunkte
Inhaltlich fokussiert sich die IKI auf vier Bereiche:
- Klimafreundliche Wirtschaft
- Anpassung an den Klimawandel
- Schutz und nachhaltige Nutzung natürlichen Kohlenstoffspeichern/reducing emissions from deforestation and forest degradation (REDD+)
- Biologischen Vielfalt
Ein deutlicher Schwerpunkt der IKI liegt derzeit noch auf dem Bereich klimafreundliche Wirtschaft: Zirka 58 Prozent der Projekte zielen auf Maßnahmen zur Emissionsminderung ab, mit einem klaren Fokus auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien sowie Klimapolitik.
Rund 27 Prozent des Fördervolumens der IKI entfallen auf Projekte im Bereich Walderhalt (REDD+) und andere Kohlenstoffsenken.
Anpassungsprojekte sind innerhalb der IKI derzeit noch unterrepräsentiert, die Tendenz steigt aber. Aktuell werden 50 Projekte im Bereich Anpassung umgesetzt (14,5 Prozent des Fördervolumens). Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der Unterstützung der Partnerländer in Bezug auf die Entwicklung und Umsetzung nationaler Anpassungsstrategien und zunehmend auch auf dem Bereich ökosystembasierte Anpassung.
Während der Erhalt der biologischen Vielfalt in zahlreichen Projekten ein positiver Nebeneffekt (Co-benefit) ist, gibt es seit 2011 auch einen eigenen Förderbereich zu diesem Thema. Hier wurde bisher ein Projekt beauftragt; weitere Projekte folgen im Laufe des Jahres 2012 und darüber hinaus.

Regionale Schwerpunkte
Die 277 Projekte der IKI verteilen sich auf Partnerländer in Süd- und Südostasien, Mittel- und Südosteuropa, den Neuen Unabhängigen Staaten und Zentralasien, Mittel- und Südamerika, Nahost und Afrika sowie auf kleine Inselstaaten in der Karibik und im Pazifik.
Neben bilateralen und regionalen Projekten fördert die Initiative Projekte mit globalem Fokus. 22 Prozent der Gesamtfördermittel der IKI entfallen auf Projekte mit globalem Charakter, die keiner Region zugeordnet werden können. Die genaue regionale Verteilung zeigt die folgende Grafik: