26.05.2009Wärme aus mobilem Energiecontainer
Gabriel fördert Vorhaben aus der Klimaschutzinitiative
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel stellt rund 186.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für ein Pilotprojekt der
LaTherm GmbH in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) zur Verfügung. Das Unternehmen wird die bislang ungenutzte Abwärme der
lokalen Deponiegasanlage in einem neuartigen Container zwischenspeichern, der mit einem speziellen Wärmeträger
ausgestattet ist. Dieser Container wird anschließend zu einem Dortmunder Schulzentrum transportiert, das mit der
gespeicherten Wärme seine Schwimmhalle beheizt. Die Schule spart auf diese Weise 1.667 Megawattstunden Energie und damit
290 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Das Vorhaben wird innerhalb der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.
Gabriel: "Der Wärmemarkt umfasst mehr als die Hälfte des deutschen Energiebedarfs. Hier schlummern riesige
Einsparpotenziale, die wir im Interesse des Klima- und Ressourcenschutzes erschließen müssen. Dabei sind auch
kreative Lösungen gefragt, wie sie die LaTherm GmbH mit ihrem Containerkonzept entwickelt hat."
Das Unternehmen sammelt industrielle Abwärme, die etwa von Chemieunternehmen, Aluminiumhütten oder
Müllverbrennungsanlagen nicht weiter verwendet wird. Die Wärme wird in speziellen Containern gespeichert, die mit
Natriumacetat gefüllt sind. Dieser Stoff dient als Wärmespeicher. Anschließend wird der Container per LKW zu
Großkunden, wie Schwimmhallen, Schulen, Krankenhäusern oder Gewerbeobjekten, transportiert und die Wärme dort
in die vorhandenen Heizungssysteme eingespeist. Mit dem mobilen System können auch Wärmekunden beliefert werden, die
nicht an Nah- oder Fernwärmenetze angeschlossen sind.
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