22.01.2009Unternehmen gibt überschüssige Energie an benachbarten Lebensmittelhersteller ab
Gabriel: Beispielhafte Energieeffizienz
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel startet heute ein Pilotprojekt der Georg Fischer Automobilguss GmbH in Singen
(Baden-Württemberg). Das Unternehmen produziert bei der Herstellung von Flüssigeisen große Mengen an
Wärmeenergie, die es künftig an den benachbarten Nestlé-Standort (Maggi) abgibt. Das Werk verwendet die
bislang ungenutzte Energie künftig zur Dampferzeugung für die Lebensmittelherstellung. Das Bundesumweltministerium
fördert das Projekt mit 700.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm innerhalb der Klimaschutzinitiative.
Gabriel: "In vielen Industriebetrieben entsteht Abwärme, die oftmals im eigenen Unternehmen nicht gebraucht und daher
einfach in die Umgebung entlassen wird – ohne mögliche Einsparpotenziale zu nutzen. Das kostet Geld, vergeudet teure
Ressourcen und schadet dem Klima. Aber Klimaschutz macht am Werkstor nicht Halt. Unternehmen sollten wie in diesem Projekt
enger zusammenarbeiten und Synergieeffekte nutzen. Dieses Projekt ist ein Paradebeispiel für Energieeffizienz und zeigt
die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie. So funktioniert ökologische Industriepolitik. Auch und gerade in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten."
Die Georg Fischer Automobilguss GmbH entwickelt und fertigt Komponenten für die Fahrzeugindustrie. Durch die hohe
Temperatur beim Schmelzen des Eisens entstehen große Mengen an Wärmeenergie, die der benachbarte
Nestlé-Konzern (Maggi) nun ganzjährig nutzt. Bislang verwendete das Werk zur Dampferzeugung Erdgas, das fortan
eingespart werden kann. Der Ausstoß des Unternehmens von klimaschädlichem CO2 verringert sich damit um mehr als
11.000 Tonnen pro Jahr.
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