08.05.2008Stahldraht künftig energieeffizienter und chemikalienfrei hergestellt
Gabriel fördert innovatives Projekt aus der Klima-Initiative
Stahldraht lässt sich zukünftig umweltfreundlicher herstellen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel stellt im Rahmen
der BMU-Klimaschutzinitiative knapp 1 Million Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für ein Pilotprojekt zur
Verfügung. Die J.&W. Vornbäumen GmbH & Co. KG aus Bad Iburg, Niedersachsen, wird eine innovative,
energieeffiziente Anlage zur Herstellung von speziellen Stahldrähten errichten. Gabriel: "Energieeffizienz ist
zentral für eine nachhaltige, Klima schonende Energiepolitik. Mit diesem Projekt können erhebliche Potenziale zur
Energieeinsparung in der Industrie erschlossen und klimaschädliche Treibhausgasemissionen vermieden werden. Dies ist
angesichts steigender Energiepreise auch ein Gebot der Wirtschaftlichkeit."
Das mittelständische Familienunternehmen stellt aus Spezialdrähten Stahlseile unter anderem für den Flugzeug-
und Bootsbau, für Krane, Aufzüge, Bagger und die Autoindustrie her. Durch eine innovative Prozesssteuerung sowie eine
veränderte Ausstattung soll der Energieverbrauch eines Ofens um 40 Prozent sinken. Die weitere Nutzung der Ofenwärme
zur Beheizung der nachfolgenden Prozessbäder senkt den Energieverbrauch hier um 90 Prozent. Insgesamt werden durch das
Projekt 486 Tonnen klimaschädliches CO2 pro Jahr weniger ausgestoßen.
Durch die Umstellung der Vorbehandlung der Drähte von chemisch auf mechanisch-thermisch sollen künftig auch keine
Chemikalien mehr eingesetzt werden.
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