Stand: Juli 2012Untersuchung der Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen
Sozialwissenschaftliche Begleitung der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI-Akzeptanz)
Die Nationale Klimaschutzinitiative bietet einen zentralen Ansatzpunkt für die Umsetzung von CO2-Reduzierungsmaßnahmen in Deutschland. Wie sich die Wahrnehmung und Bewertung von Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen verändern und wie aus sozialwissenschaftlicher Sicht die Umsetzung innovativer, klimaschutzbezogener Maßnahmen gefördert werden können, wurde mit diesem Forschungsvorhaben untersucht.
Dem Forschungsansatz lag das Paradigma der Aktionsforschung zugrunde, nach dem gemeinsam mit den Akteuren vor Ort praktische Aufgaben zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung angegangen wurden. Die Realisierung der Aufgaben wurde wissenschaftlich begleitet, um anschließend gemeinsam von den Untersuchungsergebnissen profitieren zu können.
Umsetzung der Kommunalrichtlinie wurde analysiert
Die Analyse der bisherigen Umsetzung der Kommunalrichtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative unter umwelt- und sozialwissenschaftlichen Aspekten war das zentrale Ziel. Zudem untersuchte die wissenschaftliche Begleitforschung im Hinblick auf die Ausarbeitung von Empfehlungen, wie Kommunen noch effektiver bei der Umsetzung der Nationalen Klimaschutzinitiative unterstützt werden können. Außerdem:
- Die Motive bzw. Hindernisse zur Anwendung von Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen wurden beforscht. Ebenso wurde die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger für erneuerbare Energien und Klimaschutzmaßnahmen sowie Partizipationsmöglichkeiten in Kommunen untersucht.
- Angelehnt an den Aktionsforschungsansatz wurden exemplarisch zwei Kommunen bei der Umsetzung von Klimaschutzprojekten begleitet.
- Mit Hilfe von partizipativen Methoden sollte erreicht werden, dass sozio-technische Klimaschutzziele, wie der Ausbau von erneuerbaren Energien oder die Förderung von Energieeffizienz, nachhaltig etabliert werden. Die Bevölkerung und die lokalen Akteure sollten dabei befähigt werden, sich mit den Zielen zu identifizieren und diese aktiv zu verfolgen.
- Vernetzung von Akteuren im Klimaschutz: Am 19. und 20. März 2012 wurde dazu eine Fachtagung für Praxispartner und Wissenschaftler zum Thema „Klimaschutz und Energienachhaltigkeit: Die Energiewende als sozialwissenschaftliche Herausforderung.“ in Saarbrücken veranstaltet.
Untersuchungen dienen einer Weiterentwicklung der Effizienzstrategie
Zur Umsetzung der Ziele entwickelte die Forschungsgruppe Umweltpsychologie ein umweltpsychologisches Rahmenmodell, das bedarfsorientiert eingesetzt werden kann und konkrete Interventionsmaßnahmen nahe legt. Am Beispiel von zwei ausgewählten Kommunen wurde dieses Modell erstmalig auf den Klimaschutzbereich angewandt. Dabei sollte unter anderem dessen Praxisrelevanz dargestellt werden.
Diese theoretische Modellprüfung und -weiterentwicklung dient direkt der Fortschreibung der Effizienzstrategie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Durch die Aktivitäten in den Modellkommunen wurde ein Erfahrungsaustausch gefördert und gleichzeitig zielgruppenorientierte Kommunikations- und Informationsstrategien weiterentwickelt.
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